Alltag ohne Auto

Sieben Top-Tipps

Swantje Michaelsen (Foto) lebt mit ihrem Mann und drei Kindern ohne eigenes Auto und leitet die Geschäftsstelle des ADFC Hannover. Wir haben sie nach den wichtigsten Tipps für ein Familienleben ohne Auto befragt.

1. Lokal und mehrfach in der Woche einkaufen. Die lokalen Supermärkte und Märkte versorgen uns mit allem, was wir brauchen und liegen auf dem Weg. Durch kleine Einkäufe kaufen wir nur, was wir wirklich brauchen und unsere Lebensmittel sind immer frisch.

2. Leitungswasser trinken – ggf. einen Sprudelautomaten nutzen. Andere Getränke kaufen wir einzeln oder transportieren sie im Hänger oder Lastenrad. Es gibt auch Getränkemärkte, die liefern.

3. Freizeitaktivitäten in der Nähe ausüben. Wenn Kinder (und Erwachsene) zu Fuß oder mit dem Rad zum Sport, zum Musikunterricht oder zu Freunden gehen oder fahren können, gibt ihnen das Freiräume und Selbstständigkeit.

4. Wetterfeste Kleidung am Fahrrad lagern. In Fahrradkörben, Anhängern oder einer Lastenradkiste sind die Sachen bei Bedarf griffbereit. Bewährt hat sich auch eine Fahrradtasche mit den nötigen Kleidungsstücken, die immer am Fahrrad hängt.

5. Schicke Kleidung im Büro lagern.

6. Öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Straßenbahn und Bus in der Stadt, die Bahn im Fernverkehr. Gerade mit Kindern ist das super, denn sie können sich bewegen, lesen, spielen. Wir nehmen nur mit, was wir wirklich brauchen – und das passt in Rucksäcke und Koffer.

7. Carsharing oder Taxi nutzen für die Wege, in denen das Auto wirklich das beste Verkehrsmittel ist. Das entlastet nicht nur den Geldbeutel und schafft Platz in der Stadt, sondern es ist auch flexibel (denn es gibt Autos in verschiedenen Größen) und superbequem: keine Reparaturen, keine Autowäsche, kein Reifenwechsel. Nur buchen und losfahren.