Warum ÜberMorgen?

Dr. Heinrich Jagau, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Hannover, über die Ziele des Projekts

Herr Dr. Jagau, Sie haben mit der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung das Projekt ÜberMorgen ins Leben gerufen. Was treibt Sie an?

Dr. Heinrich Jagau: Was muss anders werden, damit in Hannover zukünftig die Lebensqualität weiterhin stimmt? Diese Frage stellen wir uns. Beide Unternehmen haben großes Interesse daran, dass Hannover auch in Zukunft ein erfolgreicher Standort ist. Erstes Thema ist der Megatrend Urbanisierung, der Hannover voll trifft: mehr Menschen, mehr Verkehr, Verdichtung. Aber städtischer Raum ist nicht dehnbar und kann auch in Hannover nur einmal verteilt werden. Wie schaffen wir Platz für so viel mehr Anforderung? Fünf Veranstaltungen und eine Webplattform geben Anstöße.

Warum arbeitet die Sparkasse Hannover hier mit der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung zusammen?

Dr. Heinrich Jagau: Die HAZ ist die größte Tageszeitung in der Region. Sie erreichen mit Ihren Print- und Online-Ausgaben rund 503.000 Menschen. Wohlgemerkt, jeden Tag. Damit ist die HAZ das größte Forum für elementare Themen, die die Region bewegen.
Die Sparkasse Hannover wiederum ist Marktführer unter den Kreditinstituten in der Region. Wir sind mit rund 400.000 Kunden und mit einem Filial- und Digitalnetz regionalweit vertreten und außerdem seit fast 200 Jahren, gegründet als „Spar- und Leihcasse“, in der Region aktiv.
Sparkassen verkörpern institutionalisiertes Zukunftsdenken. Schon als Witwen- und Waisenkassen boten sie eine Perspektive für die Absicherung im Alter, immer auch für die folgenden Generationen. Das hat sich bis heute nicht verändert: Es geht um die Beratung von Privatleuten, Unternehmern, Institutionen und Kommunen in deren Zukunftsfragen. Weil sie alle wissen wollen: Worauf muss ich mich heute einstellen, damit ich Marktentwicklungen, Rentenentwicklungen und gesellschaftliche Megatrends nicht verschlafe?

Zentral für beide Partner ist die Fokussierung auf den regionalen Raum? ­

Dr. Heinrich Jagau: Richtig. Und da ist unser Blick natürlich nicht nur auf die Gegenwart gerichtet, sondern auf das, was uns im Übermorgen bestimmen wird. Die digitale Transformation ist auch in unserem Geschäft in vollem Gange. Wir werden übermorgen das Verhältnis von medialen und persönlichen Begegnungen mit unseren Kunden deutlich verändert haben. Weil sehr, sehr viele Dienstleistungen über Medien und sehr viele komplett durch Technologie erbracht werden können und von den Menschen auch so genutzt werden. Bei Beratung in komplexeren Fragen, die Investitionen und Absicherungen betreffen, Unternehmernachfolgen oder Auslandsgeschäften – da werden Algorithmen nicht die menschliche Urteilskraft und das fundierte Know-how eines guten Beraters ersetzen. Das ist wie mit dem Qualitätsjournalismus: Die Suchmaschinen liefern Ihnen vermutlich die meisten Fakten. Für eine richtig gute Story braucht es eine Verstehmaschine, die Recherchen anstellen und Verbindungen herstellen kann: Und das ist der Mensch!

Sie betonen auch stets Ihren öffentlichen Auftrag.  

Dr. Heinrich Jagau: Dieser besteht darin, Zukunftsentwicklungen für diese Region mitzugestalten. Dazu gehören Infrastrukturprojekte, Wirtschaftsförderung, Förderung von Sport, Kultur, Sozialprojekten. Die Zukunftssicherung dieser Region ist, wenn Sie so wollen, unsere Rendite.

Darum also starten zwei Unternehmen, die seit vielen Generationen in der Region Hannover fest verwurzelt sind, gemeinsam das Projekt ÜberMorgen?

Dr. Heinrich Jagau: Wir stehen mit Hunderttausenden von Menschen in der Region tagtäglich in Kontakt. Deren Erfolg wird ebenfalls von der Entwicklung dieser Region bestimmt. Sie befinden sich mitten in der digitalen Transformation, um die Weichen für übermorgen zu stellen.
Wir sind daher geradezu prädestiniert, eine innovative Plattform zu den Themen von übermorgen zu schaffen: Wir wollen damit Menschen aus unserer Region zusammenbringen, die Entscheidungen prägen, die an Zukunftsaufgaben arbeiten und die schlicht an Zukunftsthemen interessiert sind.

Das digitale Herz ist uebermorgen.haz.de?

Dr. Heinrich Jagau: In der Projekt-Multimedia-Seite uebermorgen.haz.de legt die Redaktion den Finger in die Wunden. Wir fragen nach der Zukunftsstrategie in Sachen Raumaufteilung, Lebensqualität und Infrastrukturen. Zehn Monate lang geht wöchentlich ein neues Thema online und liefert Einblicke, Visualisierungen, Aha-Effekte und nutzwertige Themen.

Wir heißen damit alle willkommen im ÜberMorgen und wünschen ihnen viele Denkanstöße und Impulse!