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Leserideen_fuer_Hannover

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„Was wünschen Sie sich für Hannover und die Region?“ Das wollten wir von den Lesern der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (HAZ) wissen. Aus den meisten der zahlreichen Antworten lässt sich ein klarer Trend feststellen: weniger Autos, mehr Radverkehr, bessere Luft. Aber lesen Sie selbst …




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„Wir brauchen ein klares kommunalpolitisches Bekenntnis zum Vorrang der umweltfreundlichen Verkehrsmittel, wie Fahrrad und den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Luftverpestende Autos dürften gar keinen Zugang in die Innenstadt, stattdessen nur noch elektrisch angetriebene Fahrzeuge eine Fahrerlaubnis haben.

Ganze Fahrbahnen der Ausfallstraßen sollten für Fahrräder reserviert und die Ampelschaltungen an die Geschwindigkeiten der Fahrräder angepasst werden. Die Atemluft wird besser, der Lärm wird reduziert – und gesundheitlich werden wir alle robuster, da wir uns mehr bewegen.“  

„Weniger fließender Autoverkehr in den Wohngebieten, weniger ruhender Autoverkehr auf den Straßen. Mehr Platz für den fließenden Radverkehr in den Wohngebieten, mehr Platz für den ruhenden Radverkehr an den Knotenpunkten des öffentlichen Nahverkehrs, mehr Radschnellwege.“

„Ausschließlich zu festen wöchentlichen Zeiten ist für einige Stunden der Autoverkehr für den Transport von Gütern zugelassen. Für die innerstädtische Mobilität sorgen Busse und Bahnen.“

„Eine Idee wären Stadtteil-Großparkgaragen, voll mit Autos aller Größen, PS-Stärken und Marken – diese würden stunden-, tage- und wochenweise gegen Gebühr vermietet. Der Vorteil: Weniger Autos auf den Straßen.“


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„Privat nutzbare Parkplätze für Bewohner in der Innenstadt gibt es künftig nur noch für Leute, die eine E-Ladesäule aufstellen. Dafür gibt es eine Förderung, das Abrechnungsmodell basiert auf einer bundesweit einheitlichen App und einen Gewinn für den Betreiber der Säule, der eine Amortisierung innerhalb von 15 Jahren ermöglicht.“

„… außerdem sollten noch weitere Vorteile für den nicht-motorisierten Verkehr geschaffen werden – wie etwa eine „Grüne Welle“ an den Ampeln für Radfahrer.“  

„Bessere Baustellenplanung auf der A2 und im Stadtgebiet. Eventuell Privatisierung der entsprechenden Behörden. Verkürzung der Durchführungszeit von Baustellen durch höheren Personal- und Maschineneinsatz. Bessere Kontrolle der Leistung nach Abschluss der Bauarbeiten.“  

„Synchronisierung von Ampelschaltungen im Stadtgebiet, ebenerdige Kreisel anstatt Ampelkreuzungen. Morgens und abends Verkürzung der Ampelphasen in Nebenstraßen. An bestimmten Kreuzungen (beispielsweise auf der Vahrenwalder Straße) kein Linksabiegen mehr zulassen. Abbau von Ampelanlagen. Rückgabe der „verlorenen“ Ampelphasen nach Straßenbahn-Vorrangschaltungen.“

„Wasserstoffentwicklung vorantrieben anstatt Elektromobilität – diese wird nach wie vor unbezahlbar bleiben (über die eigenen Stromkreise), auch mangels ausreichender „Zapfstellen“ und Reichweite.“

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„Wie wäre es mit günstigen und übertragbaren Monatstickets, die in der kompletten Region und systemübergreifend (Üstra, Deutsche Bahn, Mietfahrzeuge usw.) gültig sind – und aufgrund des Preises viele Menschen zum Kauf animieren würden? Diese erhöhte Nachfrage könnte zum Anlass genommen werden, um in die Infrastruktur zu investieren, beispielsweise in einen Schnellverteilerring des ÖPNV um die Kernstadt herum, in leistungsfähige, sternförmige Linien in die Region – gerne auch mit Schnellzügen, die nur wenige Stopps haben.“

„Der ÖPNV sollte auch in die Randgebiete der Stadt ausgebaut und es damit ermöglicht werden, dass weniger Leute mit dem Auto in die Stadt zur Arbeit pendeln müssen – einhergehend mit sinkender Lärm- und Abgasbelastung. Die Autos sollten außerhalb bleiben und spätestens am Stadtrand ein Umstieg auf den ÖPNV ermöglicht werden – siehe die P+R-Anlagen in Amsterdam.“  

Eine schnelle, unkomplizierte und preislich attraktive Anbindung des Umlandes/der Region. Damit wird der Druck aus der Kernstadt genommen, und auch die Region gewinnt an Attraktivität. Wenn dieses Netz funktioniert, kann die Stadt wachsen, muss sich nicht mehr auf ein Zentrum konzentrieren – außerdem steigt die die Attraktivität für Städter und Regionisten.“

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„Tiefhaltestellen von Straßenbahnen anstatt Hochbahnsteige. Bessere Synchronisation des Bahnnahverkehrs mit dem Fernverkehr.“  

„Über den Hauptausfallstraßen werden aufgeständerte Fahrrad-Autobahnen gebaut in Holzbauweise. Der PKW-Verkehr innerhalb der Innenstadt wird mit einer Maut belegt und der Erlös für die Subventionierung des ÖPNV genutzt. Die Anzahl der PKW muss halbiert werden.“

„Alle Gebäude der Innenstadt bekommen ein weiteres Geschoss in leichter und vorgefertigter Holzbauweise – dafür müssen die Brandschutzvorschriften überarbeitet werden. Es werden in jedem Wohnblock günstig zu mietende Büros mit sehr guter EDV gebaut, um den Pendlerverkehr zu reduzieren. Home-Office ist zu einsam, Nachbarschafts-Office ist besser.“

„Gerade im ländlichen Raum der Region Hannover  wären Co-Working-Spaces eine erfolgsversprechende Möglichkeit, um den Pendlerverkehr zu reduzieren und die Region zu stärken. Das würde den Ballungsraum im Zentrum von Hannover entlasten und die Luftqualität der City sukzessiv verbessern. Damit würde die Lebensqualität sowohl in der Stadt als auch in der Region gesteigert werden.“

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„Mehr Lebensqualität in der Innenstadt durch weniger Beton, dafür mehr Grün! Langweilige Rasenflächen könnte man zu „Bürger-Beeten“ umwandeln.“  

„Ruheräume schaffen, zum Beispiel in Parks und auf öffentlichen Plätzen. Alles, was zu Lärmbelastungen führt, wäre in der City nicht erlaubt. Alles, was die Ausbreitung von Ruhe und Entschleunigung unterstützt, sollte aktiv gefördert werden.“

„Mehr Bänke und Sitzgelegenheiten in der Innenstadt – analog zu Maschteich und Maschseeufer.“

„Eine Diversifizierung der Wohnformen mit einer Schwerpunktförderung von genossenschaftlichem Wohnungsbau. Dieser verfügt idealer Weise über ein Carsharing-Angebot und ausreichend Fahrradstellplätze.“

„Die Vereinsamung unserer Gesellschaft muss reduziert werden – in Hannover gibt es rund 45 Prozent Singlehaushalte. Meine Idee: andere Lebensformen, Durchmischung der Wohngebiete Menschen aller Altersstufen.“

„Die ältere Bevölkerung im Umland hat zu Kämpfen, wenn die Angebote schrumpfen – etwa Banken ihre Filialen schließen, keine Lebensmittelgeschäfte oder ärztliche Versorgung vorhanden sind. Die Lösung könnten Mehrgenerationenhaushalte sein – doch sind überhaupt umsetzbar, wenn heute viele Menschen dem Job in die Stadt folgen oder bereits vorzeitig in die Stadt ziehen?“


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