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Auftaktveranstaltung ÜberMorgen

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Wer heute Weichen stellt, beeinflusst die Zukunft der anderen. Aber was macht Hannover und die Region langfristig erfolgreich in Sachen Mobilität, Wohnraum, Infrastrukturen?

Um diese und weitere Fragen drehte sich am 7. September 2017 auch die Auftaktveranstaltung des Projekts ÜberMorgen, das von der Sparkasse Hannover und der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung initiiert wurde.



Fotos: Nick Neufeld




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Mehr als 300 geladene Gäste erlebten die Auftaktveranstaltung von ÜberMorgen im historischen Ernst-Winter-Saal auf dem Hanomag-Gelände in Hannover.

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Dr. Heinrich Jagau, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Hannover (l.), und Hendrik Brandt, Chefredakteur der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung, läuteten den Abend ein. Was die „gute alte Sparkasse“ mit dem Projekt ÜberMorgen zu tun habe, wollte Brandt wissen. Die Sparkasse, so Dr. Jagau, habe auch einen öffentlichen Auftrag, Zukunftsentwicklungen für die Region mitzugestalten.

Dazu gehörten Infrastrukturprojekte, Wirtschaftsförderung, Förderung von Sport, Kultur und Sozialprojekten. „Wir starten ein Podium für grundlegende gesellschaftspolitische Fragen.“


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Stephan Rammler (l., hier im Gespräch mit Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok) ist Mobilitäts- und Zukunftsforscher und Professor für Transportation Design an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig. Sein neuestes Buch trägt den Titel „Volk ohne Wagen“. Er ist jahrelang aus Überzeugung nicht mehr geflogen, besitzt ein kleines Elektro-Auto – und wenn es geht, fährt er mit der Bahn. Hier einige seiner Zitate des Abends:

Volk ohne Wagen ist kein Ökofaschismus, sondern eine Zukunftsperspektive.“

„Partizipative Stadtplanungspolitik: Einbeziehen der Bürger ist die Lösung.“

„Radverkehr fördern, Parkraum bewirtschaften, Auto beschränken, das ist kluge Politik.“

„Warum soll der Autofahrer Platz in Städten verbrauchen dürfen?“  

„Pendeln macht krank und unglücklich.“
 
„Es geht darum, Nachhaltigkeit und Ökonomie zu verknüpfen.“

„Erfolgreiche Mobilität ist nur eine nachhaltige Mobilität.“


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Hannover, so die bekannte TV-Journalistin Susanne Kronzucker zu Beginn ihrer Moderation, sei ja eine sehr schöne Stadt. „Allerdings habe ich selten so lange auf einem so kurzem Weg wie dem vom Hauptbahnhof nach Linden im Stau gestanden“, erzählte die Wahl-Berlinerin. 

„Versuchen wir, kluge Antworten auf die Herausforderungen zu finden", sagte Kronzucker am Ende der Veranstaltung. 

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Die Stadtsoziologin am Helmholz-Zentrum in Leipzig erforscht, wie urbane Transformationen aussehen könnten, wie sich dabei Lebensqualität sicherstellen lässt und wie mit Ressourcen umgegangen werden muss. Städtebau, betonte die Wissenschaftlerin, müsse sozial gerecht sein: Sie fordert inklusive und grüne Stadtentwicklung.

Leerstände, so die Professorin, schafften Freiräume für Arbeitsplätze und soziales Wohnen.

Und: „Bürger engagieren sich, wenn es um Probleme im eigenen Umfeld geht“ , erklärte Prof. Kabisch. Wichtig für die Motivation sei es, dass das bürgerliche Engagement auch zu sichtbaren Ergebnissen führe.

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Wolfgang Frey arbeitet in Deutschland und China als Architekt und Stadtplaner. Er tritt für die gezielte Nutzung von erneuerbaren Energien ein – und plant Leuchtturmprojekte wie den Smart Green Tower in Freiburg. Und er baut in Heidelberg eine der größten Passivhaussiedlungen der Welt.

„Stadt ist Räume schaffen, in der Begegnungen stattfinden“, erklärte Wolfgang Frey auf dem Podium.

„Wir Menschen brauchen ein wenig Chaos und Raum, den wir gestalten können." Die heutige Architektur sei häufig antiseptisch.

„Architektur ist dann gut, wenn sie die sich verändernden Lebensumstände aufnehmen kann.“

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Als Kommunikationsdesigner begleitet Stefan Göllner innovative Umnutzungskonzepte und moderiert die Diskussion darüber mit ganz unterschiedlichen Akteuren vor Ort. Auch beim Regio-LAB im Calenberger Land – ein Projekt, das vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gefördert wird.

Die Lebensqualität im ländlichen Raum, so Göllner, könne auch durch Co-Working auf dem Lande verbessert werden. Das Ziel müsse es sein, der Arbeit vor Ort nachgehen zu können – anstatt Stunden in den Berufsweg zu investieren. „Pendler verbringen 400 Stunden pro Jahr mit Autofahren. Ist das effizient?"

In Gehrden etwa betreut er derzeit ein Projekt, bei dem in einer Immobilie im Stadtzentrum Co-Working-Spaces für verschiedene Unternehmen und Freiberufler eingerichtet werden sollen.

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